ALFONS PRESSNITZ

THE ROAD NOT TAKEN

Eröffnung:
Samstag, 7. Februar 2009, 11 Uhr

Ausstellungsdauer:
7. Februar bis 14. März 2009

Öffnungszeiten:
Di – Fr: 10 – 13 Uhr, 14 – 18 Uhr
Sa: 10 – 13 Uhr, Mo: geschlossen

Die Arbeiten der Ausstellung „THE ROAD NOT TAKEN“ – mit Malereien, Objekten und Zeichnungen – befassen sich mit dem Blick auf entlegene Orte und verborgene Handlungen.

Der Wald ist ein Ort, der unterschiedliche Projektionen zulässt. Da man sich in ihm verlieren kann und vordergründig keine Struktur herauslesbar ist, sieht man darin immer wieder das Dunkle und Geheimnisvolle. Verschiedene Geschichten im Film und in der Literatur kreisen um das Fantastische und Unergründliche des Waldes. Der Wald wird aber auch immer wieder mit zerstörenden Naturgewalten, deren Auslöser oft die Handlung des Menschen ist, in Verbindung gebracht.

In der Ausstellung werden diese Gedanken aufgegriffen: so geht es einerseits um die Wirkung des Geheimnisvollen und Verborgenen, die durch Projektionen unserer Ängste und Wünsche entsteht und einer häuslichen Umgebung, die durch den Wald ein bedrohliches Element hinzugewinnt. Es werden entlegene Orte gezeigt, die Handlungen oder ihre Spuren zeigen bzw. andeuten. Der Wald als einer dieser Orte wird zu einer Randzone, die sich einer objektiven Sicht entzieht. Bäume erscheinen zum Teil wie Schatten oder sind durch äußere Gewalteinflüsse gebrochen.

Die Arbeiten besitzen den Charakter von Filmstills, jedoch ohne eine wirkliche Handlung offen zu legen. Sie gleichen einer Erzählung, die in Bruchstücke zerlegt und deren narrativer Inhalt in Gedankenbrocken aufgelöst ist. Die Ursache der dargestellten Zerstörungen und Handlungen bleibt offen, da sie dazu dienen die Erwartungshaltung des Betrachters zu stören und letztendlich bildnerische Konstruktionen sind.

Die Objekte sind Karton-Nachbildungen von Fenstern und greifen die Architektur der Malereien auf. Sie sind weiß bemalt und in der Ausführung sehr stilisiert – blickt man durch sie hindurch, sieht man einen Scherenschnitt aus schwarzem Papier. Die Fensterscheiben sind zerschlagen und erhalten durch die Stilisierung symbolhaften Charakter. Der Scherenschnitt zeigt zerfallene Räume und erzeugt einen Bruch zwischen der Oberfläche des weißen Fensters und dem ungewissen Inneren der angedeuteten Architektur.

Der Titel THE ROAD NOT TAKEN ist dem gleichnamigen Gedicht von Robert Frost entliehen. Darin sieht sich der Dichter in einem Wald zwei Wegen gegenüber und ringt mit der Entscheidung einen davon zu gehen. Er wählt den weniger benutzten der beiden Wege und wirft damit die Frage nach dem Reiz des Nichtoffensichtlichen auf. Die Arbeiten zeigen gewöhnliche Orte und Dinge mit irritierenden Momenten, welche dazu einladen diese anders oder neu zu lesen.

 


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