GERHARD LOJEN


Eröffnung:
Dienstag, 8. November 2005, 19 Uhr

Ausstellungsdauer:
9. bis 26. November 2005

Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 10 – 13 Uhr, 14 – 18 Uhr; Sa: 10 – 13 Uhr

„Könnte es nicht so sein, dass alle Bilder dieser Welt schon immer bestehen und einige durch die Künstler in die Sichtbarkeit gebannt werden?“ (Gerhard Lojen, 2002) – Das Künstlerhaus Graz widmet Gerhard Lojen im Jahr seines siebzigsten Geburtstages eine Ausstellung zu seinem aktuellen Werk.

Der 1935 in Graz geborene Gerhard Lojen ist ausgebildeter Architekt. Während seiner Studienzeit an der Technischen Universität begegnete er im Fach „Zeichnen und Malen“ dem Maler Kurt Weber, der in hohem Maß dafür verantwortlich war, dass sich der junge Student der Kunst zuwandte. Als Mitglied der Grazer Sezession und Mitbegründer der Gruppe 77 pflegte der Künstler einen intensiven Gedankenaustausch mit prominenten KollegInnen, darunter Vevean Oviette, Gottfried Fabian, Rudolf Pointner, Friedrich Aduatz, aber auch mit dem Kunstkritiker Richard Rubinig.

Heute ist Gerhard Lojen eine unverwechselbare Größe sowohl in der jüngeren steirischen Kunstgeschichte als auch in der Gegenwartskunst. Seine Malerei ist von Anfang an abstrakt, gegenstandslos aber nicht formlos. In den unterschiedlichen Werkserien ist die Fläche immer wieder nicht nur Bildträger, sondern konstituierendes Element des Bildes, sind die Farben unmittelbar an der Formwerdung der Bildgestalt beteiligt. Zu Beginn des Jahres 2001 hatte der Künstler Gelegenheit, seine „Werke 1955-2000“ in der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum zu präsentieren. Doch diese Schau war, trotz ihrer retrospektiven Ausrichtung, nur eine Zwischenbilanz.

Durch dieses fortdauernde und immer weiterentwickelte künstlerische Potenzial ist es möglich, fünf Jahre später, im Jahr seines siebzigsten Geburtstags, eine aktuelle Schau von Bildern Gerhard Lojens zu zeigen. Diese basieren auf den früheren Werkblöcken nur insofern, als sie das grundsätzliche Verhältnis zum abstrakten Bildgegenstand beibehalten, daraus jedoch neue malerische Sprachformen ableiten. Immer wieder überrascht die Vielfalt der Ergebnisse, die Oberfläche mit dem Schicht für Schicht ausgebildeten Tiefenraum des Bildes zu verknüpfen und dadurch ein über die Steiermark hinaus zu rezipierendes, einzigartiges Vokabular einer malerischen Dichte zu entwickeln. Weiß als farbiges Grundmaterial bindet Farben und Formen in ein taktil und kinästhetisch ausgebildetes Raumgewebe ein.


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