KURT STRAZNICKY

BIOGRAPHISCHE BERUHIGUNG

Eröffnung: Donnerstag, 27. Februar 2003, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 28. Februar – 29. März 2003.

Öffnungszeiten:
Di – Fr: 9.30 – 13 Uhr, 13.30 – 18 Uhr; Sa: 10 – 13 Uhr

In transparenten Kunstharzkörpern kann man vage oder deutlich Figuren erkennen. Sie sind gleichsam im Material geschützt und wirken wie Erinnerungsbilder. Die Figuren oder Gegenstände geben ihre Geschichte aber nicht preis, wirken eher als ein übergeordnetes Erinnerungsprinzip. Um die Figuren herum beruhigen sich Zeit und Raum. Sie bleiben sichtbar und sind dennoch dem visuellen Zugriff entzogen.

Die Bilder liegen erstarrt im Kunstharz, erwecken aber nie den Eindruck von Stillstand. Ein Spiel mit der Wahrnehmung setzt ein, da die Figuren zwar erkennbar sind, sich aber gleichzeitig entfernen. Umgeben von einem Körper aus durchsichtigem Material schützen sie ihren verletzlichen Kern, um ihn gleichzeitig zu erhöhen. Das Trägermedium umhüllt das Bild wie den Raum einer Vitrine, liefert also den Glasschrein gleich mit.

Die Kristallisation, das Vergläsern – auch das in Plexiglas Einschließen – oder Einfrieren von Dingen oder gewissen Subjekten veranschaulicht in erster Linie eine Affektion des Blickes, eine Modifikation der Sicht, die an dem Begehrten kondensiert. Diese Kondensation bringt das kristalline Gehäuse hervor, den gläsernen Schrein. (aus: Elisabeth von Samsonow, Im Geliebtsein erstarrt Zur Logik und Idolatrie zwischen Wundermumien, Knochen-, Reliquienkult und Fotografie; 1999)

Im Jahr 2002 erschien das Buch Innen ein Bild von Kurt Straznicky und Bodo Hell im Triton Verlag.


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