LUIS SAMMER

UNTERWEGS

Eröffnung:
Di, 8. Mai 2001, 19 Uhr

Ausstellungsdauer:
9. Mai bis 9. Juni 2001

Öffnungszeiten:
Di – Fr: 15 – 18 Uhr, Sa: 10 – 12 Uhr

GALERIE SCHAFSCHETZY STUDIO
Sporgasse 22, A-8010 Graz

Anläßlich des 65. Geburtstages von Luis Sammer zeigt die Galerie Schafschetzy Studio Arbeiten des bekannten steirischen Künstlers. Auch in unserer nun bereits dritten Personalausstellung findet der Betrachter kleine bis mittelgroße Zeichnungen und Ölbilder, welche die typische Handschrift des Künstlers tragen. Das unerschöpfliche Thema Landschaft, dem sich Sammer mit Leib und Seele verschrieben hat, läßt ihn nicht mehr los und motiviert ihn zu immer wieder neuen Arbeiten, die voller Farbe und Leuchtkraft sind. Obwohl nicht immer leicht zu lesen, fällt die optimistische und unbeschwerte Farbgebung dem Betrachter sicher als erstes auf, bevor er sich dessen bewußt wird, daß es inmitten der auf den ersten Blick fast abstrakt wirkenden Bilder noch viel mehr zu entdecken gibt.

Große Farbkreise befinden sich oftmals im Zentrum der Arbeiten wobei sie sich aus nebeneinander liegenden Farbflächen zusammensetzen. Alleine die Anordnung der einzelnen Farben ist es wert, genauer begutachtet zu werden: denn Sammer ist ein Meister der Farbkontraste. Wie einst den Impressionisten gelingt es dem Künstler die von ihm verwendeten Farben so zu kombinieren, daß eine harmonische Komposition entsteht, die in sich stimmig wirkt. Dabei wird auch eine Dynamik frei, die den ohnehin schon sehr lebendigen Farben noch etwas Bewegendes – man könnte es als eine gewisse Leichtigkeit bezeichnen – verleiht.

So läßt es sich vielleicht auch erklären, daß Sammer zwar betont, seine Landschaften vor Ort zu malen, ihnen jedoch während dem Malakt den Rücken zukehrt, um nicht zu sehr in seiner eigenen Umsetzung des Geschauten abgelenkt zu werden. Dazu der Künstler: „Die bewußte Beendigung des Malvorganges bedeutet für mich somit nicht, daß mein Motiv formal oder inhaltlich ausgeschöpft ist, sondern dokumentiert lediglich die innere Disziplin, eine Askese des Endlichen ohne Schmälerung der schöpferischen Lust. Das heißt, nicht die Komposition als solche ist fertig, sondern ich bin als Maler mit meinem Bild zu Ende. Ich habe nichts Unverzichtbares mehr hinzuzufügen…“