MARTIN SCHNUR

Anonyme Räume

Im Rahmen des steirisc[:her:]bst

Eröffnung:
Sa, 6. Oktober 2001, 16:30 Uhr

Ausstellungsdauer:
7. Oktober bis 4. November 2001

Öffnungszeiten:
Di – Fr: 9:30 – 13 Uhr, 13:30 – 18 Uhr,
Sa: 10 – 13 Uhr

herbst Parcours:
Do, 11. Oktober 2001
Sa, 3. November 2001

Not.tour.no:
Vortrag von Kurt Zein (Werkstatt für handgedruckte Original-Graphik) über die Technik der Heliogravür (mit ausgewählten Originalbeispielen)

Zentrales Thema in Martin Schnurs Bildern ist die Darstellung des Menschen. Diese werden von Schnur, gleich einer Momentaufnahme, vor meist undefinierbaren Farbräumen auf das Bild gebannt, wodurch das Flüchtige der dargestellten Situation unterstrichen wird.

Die Personen – als ganze Figuren aber auch als Porträts ausschnitthaft wiedergegeben – wirken durch die hotelzimmerartige Anonymität des Raumes distanziert und unnahbar. Ähnlich einem Standfoto aus einem Film wird dabei der Blick des Betrachters vom gemalten Bild weit länger festgehalten, als es die reale Situation je zuließe.

Zwischen den dargestellten Personen und den ungegenständlichen, rein farbig modulierten Hintergrundsflächen, die ein beinah aura-artiges Umfeld schaffen, entsteht eine intensive Spannung, die besonders in den Heliogravüren mittels der starken Licht- und Schattenkontraste eine geheimnisvolle Stimmung erzeugt.

Schnur bedient sich der kompositorischen Strategien des Films, der Fotografie und der Werbung und lässt so in seinen Arbeiten ein beeindruckendes Spiel zwischen Wirklichkeit und Illusion entstehen.