RECHTECKAKZEPTANZ


Die äußeren Grenzen im Inneren. Neuere (österreichische) Tafelbildkonzepte ausgewählt von Georg Salner.

Eröffnung:
Sa., 26. Oktober 2002, 11 Uhr
zum Ausstellungsrundgang im steirischen herbst

not.tour.no – die kunstnacht
Sa., 16. November 2002, 19.30 Uhr. Gespräch mit Georg Salner.

Ausstellungsdauer:
27. Oktober – 23. November 2002

Öffnungszeiten:
Di – Fr: 9.30 – 13 Uhr, 13.30 – 18 Uhr,
Sa: 10 – 13 Uhr

GALERIE SCHAFSCHETZY
Färbergasse 2, A-8010 Graz

Ausgangspunkt für die Idee dieser Ausstellung ist meine persönliche Methode der Abwandlung des „flachen rechteckigen Objektes“ Tafelbild in Serien mit verschiedenen Bildkörpern, Materialien, Farbqualitäten und Produktionsweisen. Dies schafft zwangsläufig Verwandtschaften zu Zeitgenossen, bei welchen ebenso – zumindest phasenweise – dieser überkommene Typus der rechteckigen Fläche mit ihren multiplikatorisch ins Innere projizierbaren Begrenzungen als primärem Ordnungsfaktor im Mittelpunkt ihrer Konzeption vom Tafelbild steht.

Das Prinzip des Rasters bzw. dessen Teildimensionen sind so allgemein, naheliegend und der stringenten Abhandlung einer Fläche so unmittelbar dienlich, dass er immer wieder von Bildschaffenden aufgegriffen wird. (In der jüngeren Kunstgeschichte von Josef Albers, Barnet Newman, Mark Rothko, Ad Reinhardt, Richard Artschwager, Frank Stella, Donald Judd, Agnes Martin, Francois Morrelet, Daniel Buren u.a.)

Dabei ist der inhaltlichen und formalen Vieldeutigkeit dieser ersten Ordnung nur die Grenze der Bildbegrenzung gesetzt. Sie lässt Raum für eine Vielfalt freier Interpretationen und ermöglicht eine unaufgeregte, lapidare Arbeitsweise. Ergebnisse sind subtile malerische Oberflächen durch genau bestimmten Farbauftrag, durch den Einsatz textiler und anderer Materialien oder z.B. durch Abgüsse. Dazu kommt oft das raffinierte Spiel mit Volumina und komplexe Objektabwandlungen. Computereinsatz und eine davon abhängige Fertigungstechnik sind für manche wesentlich. In der Ausstellung werden also einige markanten Positionen, die unverwechselbare „sinnliche Konzepte“ dieser Art von Tafelbild verkörpern, versammelt. Die stilistische Spanne reicht vom Ornament über Trompe-l’Oeil bis zu abstrakter Expression.

Neben ihrem Teilaspekt als ungebrochen selbstbezügliches Objekt existiert bei den meisten eine natürliche Verbindung vom Tafelbild zu einer raumgreifenden, architekturbezogenen Werkkomponente. Das Tafelbild und seine „Sprengung“ und Ausweitung schließen sich nicht mehr aus, sondern bedingen und ergänzen einander. In welchem weiteren Zusammenhang die Bilder zu sehen sind und auf welche Weise sie auch entstanden sind – immer sind es besonders wirksame bildnerische Einheiten, da alle eingesetzten formalen Mittel sich unmittelbar mit der Grundform im Einklang befinden.

Georg Salner

Künstler / Künstlerinnen:
Eva Bodnar, Jakob Gasteiger, Herbert Hinteregger, Peter Kogler, Josef A. Moser, Ingo Nussbaumer, Walter Obholzer, Andrea Pesendorfer, Georg Salner, Josef Schwaiger, Rudi Stanzel, Nita Tandon, Heimo Zobernig.


Kontaktdaten

Adresse: Färbergasse 2
A-8010 Graz
Telefon: (+43) / 0316 / 82 89 82
FAX: (+43) / 0316 / 82 89 82 15
Mail: margit.fritz@galerie-schafschetzy.com