sechs3

Canan Dagdelen, Silvia Grossmann, Uwe Hauenfels, Julie Hayward, Kurt Straznicky, Gustav Troger
Eröffnung:
Freitag, 16. März 2007, 18-23 Uhr
Artist Talk:
Samstag, 17. März 2007, 12:30 Uhr
aktuelle Kunst in Graz
Galerientage: 16.-18. März 2007
Sonntag 18. März geöffnet 11:00-15:00 Uhr

Ausstellungsdauer:
17. März bis 21. April 2007

Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 10 – 13 Uhr, 14 – 18 Uhr; Sa: 10 – 13 Uhr;


Die Ausstellung zeigt sechs unterschiedliche Positionen der zeitgenössischen Skulptur. Alle sechs KünstlerInnen beziehen sich auf einen für die zeitgenössische Kunst selbstverständlichen erweiterten und grenzüberschreitenden Skulpturenbegriff. Dieser äußert sich in der Verwendung neuer Materialien, wie Glas, Kunststoff, Kunstharz, Papier, Lichtquellen, usw, und der Verschmelzung der verschiedenen künstlerischen Medien, aber auch in der Entwicklung und Umsetzung neuer formaler und konzeptueller Aspekte.

Silvia Maria Grossmann – Fragile Architektur-Skulptur
Fasziniert von der Stadt in ihren vielfältigen Erscheinungsformen lässt sich Silvia M. Grossmann von Gebäuden und Höfen für ihre Arbeit inspirieren und schafft Objekte, die aus einer Synthese von Bild, Abbildcollagen und Skulptur entstehen. Unter Verwendung von Fotografie, Papier und Draht als Bau- und Konstruktionselementen erzeugt die Künstlerin Gebilde, die dem Charakter der Fassade, in welcher viele städtische Erscheinungsformen einem gegenübertreten, nahe kommen.

Feste Baumassen implizieren für die Objektkünstlerin Lebensraum und Befinden, die sich ihr auch als Schutzschilder ihres Innen- und Dahinterlebens präsentieren. In der Auseinandersetzung mit ihren Erscheinungsformen entstehen Arbeiten, die ein Spiel mit der Perspektive und der räumlichen Wahrnehmung betreiben. So vermögen die Objekte die gewohnte Optik in Frage zu stellen, den Blick des Betrachters zu irritieren und scheinbar unverrückbare Fassaden in bewegliche Leichtigkeit zu transformieren.

Die Objekte entwickeln ihre Eigenständigkeit, indem sie entgegen den realistischen Fassaden über deren Formfunktion hinausgehen und so eine Brücke zu freien Assoziationen ermöglichen. Jetzt erweist sich das Leichte, das Verbinden von Abbild und Form als Möglichkeit, über das Ehemalige hinaus Blicke entstehen zu lassen, die vorher verdeckt waren. Das Zusammenspiel von Fassadenabbildern, genuin eigenen Strukturen, eigenwilliger Formgebung und Titeln, wie beispielsweise „Tänzer“, „Commedia“ oder „Fenster zum Hof“ birgt einen besonderen Reiz und transportiert eine komplexe Botschaft.