Alfred Resch

Alfred Resch, o.T., 2014

Alfred Resch, o.T., 2014
Foto übermalt, 120 x 80 cm

Alfred Resch
Portraits – auf der Suche nach der Menschlichkeit

Alfred Resch setzt in seiner Porträtserie einfache Menschen, denen er auf seinen Reisen in aller Welt auf der Straße begegnet ist, in abstrakte Farbräume, die zwischen einer sich rastlos beschleunigenden Gegenwart und einer fiktiven Vergangenheit vermitteln. Die malerischen Foto-Überarbeitungen von Resch spiegeln nicht nur die Geschichte des Porträts in der Kunst des 20. Jahrhundert, sondern loten auch die limitierten Möglichkeiten aus, den Menschen in seinem Dasein adäquat zu erfassen.

Roman Grabner

Eröffnung der Ausstellung: 4.9.2014, 19:00Uhr

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Ausstellung: Jacqueline Chanton

Jacqueline Chanton
„Famous“

Verlängerung der Ausstellung bis 28. Juni 2014

 „Gedanken“, 2013 60 x 50 cm, Öl/Acryl auf Leinwand „Wegsuche“, 2013 60 x 70 cm, Öl/Acryl auf Leinwand „Cindy Crawford“, 2013 60 x 70 cm, Öl/Acryl auf Leinwand


„Gedanken“, 2013
60 x 50 cm, Öl/Acryl auf Leinwand
„Wegsuche“, 2013
60 x 70 cm, Öl/Acryl auf Leinwand
„Cindy Crawford“, 2013
60 x 70 cm, Öl/Acryl auf Leinwand

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aktuelle kunst Graz – Galerientage 9.-11.5.2014

Jacqueline Chanton

„Famous“

 

„An der Leine geführt“ nennt Jacqueline Chanton pointiert den Einblick

in ihre aktuelle Arbeit. Stars aus der Kunst- und Musikszene, aus Sport,

Politik und Gesellschaft, ja sogar die allseits gegenwärtigen

Lieblingshündchen sind dem schönen Schein der Hochglanzmagazine

entrissen und finden als Kunstprodukt Einzug in die Malerei. Die

Rückführung des Portäts in sein ureigenstes Medium über den Umweg der

Fotografie zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk der Künstlerin.

Dabei gibt sie den Stars ihre Persönlichkeit wieder, zeigt sie verletzt,

verletzlich – einfach menschlich.

Maria Christine Holter

 

Dauer der Ausstellung: 15. Juni  2014

 

Galerie Schafschetzy
Färbergasse 2, 8010 Graz

Galerientage 9.-11. Mai 2014
www.aktuellekunst-graz.at

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Manfred

Johannes Deutsch Atmet

Anlässlich unserer aktuellen Ausstellung von Johannes Deutsch „ Innenwelten“
laden wir Sie sehr herzlich zu folgender Filmpräsentation in unsere Galerie ein:

MANFRED
Ein Film von Johannes Deutsch
Dienstag, 4. Juni 2013, 19 Uhr
Galerie Schafschetzy
Einführende Worte: Johannes Deutsch

M A N F R E D
Dramatisches Gedicht in drei Abteilungen von Lord Byron
Musik von Robert Schumann, op. 115
Johannes Deutsch, Regie und künstlerische Gestaltung

Bitte um Anmeldung: unter 0316 828982 oder margit.fritz@galerie-schafschetzy.com

Johannes Deutsch Atmet

Johannes Deutsch, Atmet – Sturm, Schatten! Geist! 3a, 2009-2010,
Ilfoflex/Alu, gerahmt, 45 x 75 cm, Auflage 3+II, 3/3

Johannes Deutsch hat für die Feiern zum 200. Geburtstag von Robert Schumann, „SCHUMANN 2010 – Das ganze Werk in Düsseldorf“,
in der Tonhalle Düsseldorf im November 2010 das „mental theatre“ von Lord Byron als Mediengesamtkunstwerk neu interpretiert und
gestaltet. Johannes Deutsch (Künstlerische Leitung, Regie) realisierte gemeinsam mit dem Raumplaner Philipp Krebs (Kamera)
MANFRED – Schumanns Vertonung der großen Dichtung von Lord Byron. So wurde MANFRED in einer aufsehenerregenden Oper live
ins 21. Jahrhundert transportiert.

Im Film für das ZDF und ARTHAUS zeigt Deutsch von seiner Live-Cinema Aufführung die Atmosphäre und räumliche Dimension der
Bewegtbild-Projektion mit ihren über tausend Bildmutationen in der Planetariumskuppel der Tonhalle. In diese Gesamtansicht fügt
Deutsch die Nahaufnahmen seiner live-filmischen Interventionen im Gesicht der Titelpartie des Manfred, gespielt von Johann von Bülow,
ein. Bei allen drei Aufführungen in der Tonhalle hat Deutsch auf die Artikulation des Schauspielers emphatisch geantwortet und sein
Gesicht individuell mit der „Seelenlandschaft“ auf der Leinwand verschmolzen.

Die Grundstruktur dieser für die europäische Romantik so einflussreichen Figur „Manfred“ tritt klar hervor: Der von göttlichen und
menschlichen Normen emanzipierte Mensch ist dazu verurteilt, sein eigener Richter zu sein. Die Kulisse der Alpenlandschaft, vor der
sich das Drama ereignet, ist jedoch nicht realer Boden zwischenmenschlicher Handlung, sondern symbolisches Abbild der Empfindungen
und Konflikte Manfreds. Die literarische Figur des Manfred (ein Alter Ego des Dichters Byron) gilt als Inbegriff einer Jugend, die alte
Autoritäten abschütteln und ein selbstbestimmtes Leben führen wollte – koste es auch das Leben. Bis hin zu Nietzsche reichen die
Eruptionen, die Byrons Manfred nach seinem Erscheinen 1817 auslöste.

Im Revolutionsjahr 1848 nähert sich Robert Schumann diesem Schlüsseltext der Romantik. Zur Uraufführung des „Dramatischen Gedichts“
kommt es am 13. Juni 1852 im Weimarer Hoftheater, einer der führenden und fortschrittlichsten deutschen Bühnen, unter der Leitung von
Franz Liszt.

Johannes Deutsch‘s mediale Neuinterpretation des MANFRED fand als ein Höhepunkt von „ SCHUMANN 2010 – Das ganze Werk in Düsseldorf“
statt. MANFRED ist das Verbindungsstück, das Byrons Text und Schumanns Musik zum Gesamtkunstwerk ergänzt. Deutsch und Krebs
verwandelten das „innere Theater” Manfred‘s in einen visuellen Bilderstrom, der Schumanns musikalische Vision sinnvoll ergänzt. Der
Konzertbesucher „wird” Manfred. Er sieht mit den Augen des Titelhelden die visuell verfremdete Welt des Schweizer Hochgebirges – den Ort,
an dem Manfred vergeblich seine Ruhe sucht. Manfred-Darsteller Johann von Bülow ist während der ganzen Aufführung in einer Kugel
oberhalb der Bühne im wahrsten Sinne des Wortes in der Welt seiner Gedanken und Gefühle „gefangen”.

Zur Konzertmusik wurden live aus dem Regieraum von Johannes Deutsch und Philipp Krebs ca. 400 vorbereitete Einzelfilme auf einer
ca. 20 Meter breiten Leinwand und auf eine Kugel räumlich gekrümmt projiziert. Diese Filme wurden ca. alle 30 Sekunden bis 3 Minuten
zur Synchronisation zur Live-Musik neu eingestartet. Es liefen drei Filme nebeneinander und jeweils zwei Filme mit unterschiedlichen
Transparenzen übereinander gelagert. Diese Filme wurden zusätzlich mit dem freigestellten Kamera-Bild („Greenbox“) des Hauptdarstellers
„Manfred“ aus der im Raum schwebenden „Kapsel“ gemischt. Technisch stellte diese Produktion eine in Europa einzigartige Lösung dar und
wurde leitend von Raumfilm/Krebs gemeinsam mit betterimages und eventamt realisiert.

Der Düsseldorfer MANFRED wurde aufgezeichnet und von Johannes Deutsch und Raumfilm/Krebs 2011 zu einem 90 minütigen Film für das
ZDF produziert. Das DVD-Kunstlabel ARTHAUS bringt diesen Film als weltweit erste MANFRED-Filmversion heraus.
(Barbara Eisner)

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