Der steirische Maler Leo Hainzl, der im Rahmen der "FLOWER ART SHOW"-Ausstellung im Sommer letzten Jahres bereits in der Galerie Schafschetzy Studio
vertreten war, zeigt eine repräsentative Auswahl seiner jüngsten Arbeiten.
Zu diesen gehören beispielsweise die "ZeitBlumen", ihres Zeichens Calla-Blüten, die über verschiedenfarbigem Malgrund zu schweben scheinen.
Die nächste Serie von Arbeiten nennt Hainzl "Sequenzen/Alpin" und stellt verschiedene Berggipfel in farblich wechselnden geometrischen Farbfeldern
dar. Blumen wie Berge treten betont schlicht aber konsequent auf und verweisen auf verschiedene Raum - und Zeitzonen.
Beide Werkgruppen vermitteln einen seriellen Charakter und sind Stilleben der besonderen Art, was auch bewußt evoziert wurde: Bewegende Bilder im
Leben sollen der Öffentlichkeit "still" präsentiert werden - durch die Reizüberflutung der Neuen Medien (-Ästhetik) sollen visuelle
Inhalte nicht konkurrierend sondern ergänzend eingesetzt werden. Schließlich stellt sich bei einer Annäherung des Themas Stilleben das
heikle Problem, wie man einer traditionellen Arbeitsweise, die sozusagen in allen Richtungen erprobt worden ist, eine zeitgenössische Differenz
entlocken kann.
Eine dritte Werkgruppe genannt "Memorial Gallery 1938-45" deutet bereits mit ihrem Titel auf deren Problematik hin: es handelt sich um ein Triptychon, auf
dem der siebenarmige Leuchter der Juden, die Menora, zu sehen ist. Dann folgt eine Leinwand mit Gedenktafeln und schließlich noch eine Abbildung
eines Stuhls vor einem Bild. Die offensichtliche Abwesenheit menschlicher Präsenz führt genau diese in sehr eindringlicher Weise vor Augen. Die
Stilleben Leo Hainzls demonstrieren in eindrucksvoller Art, daß die jüngere Künstlergeneration sehr spannende Lösungen für das zu
Unrecht schon so oft totgesagte Thema Malerei bereithält. |



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