Ausgangspunkt für Krawagnas gegenstandsbezogene Abstraktion
sind ganz alltägliche Dinge. Dabei interessiert den Künstler nicht der Gegenstand an sich, sondern seine optische Erscheinung
und deren Veränderung, welche durch bestimmte Licht- und Schattenverhältnisse, durch Reflexionen oder durch Bewegung desselben
hervorgerufen wird. Dem entspricht auch die serielle Arbeitsweise des Künstlers. Seine Sujets findet er einerseits in der
Landschaft, die er bei seinen zahlreichen Reisen erkundet, andererseits aber genauso in einfachen, oft unscheinbaren
Alltagsgegenständen. Ihre Herkunft und Funktion spielen bei der Auswahl keine Rolle. Die Dinge in seinen Bildern haben keine
Bedeutung; sie sind keine Symbole, keine Metaphern. Sie dienen ihm allein als Anregung um das Erschaute, meist fragmentarisch,
in freier Assoziation als Farb-Form-Konzentrat wiederzugeben. Oder wie Arnulf Rohsmann es ausdrückt:
..."Krawagna malt was man sieht, bevor man das Ding sieht."
Krawagna hat mit seiner konsequent verfolgten malerischen Abstraktion - unbeirrt aller künstlerischen Modeströmungen - eine
sehr persönliche, unverkennbare Bildsprache entwickelt, die sich einerseits in einer stark selektiven bzw. konstruktiven Form-
und Farbreduktion, andererseits in einer großen künstlerischen Sensibilität ausdrückt.
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