CHRISTA MAYRHOFER
"warm ums Herz"
Fleckvieh in Öl
Großformatige Kuh-Portraits von Christa Mayrhofer
Dürers "Rindermaulstudien", Franz Marcs "Die gelbe Kuh", Höhlenmalerei,
Rubens, Picasso oder Warhol: Kühe scheinen wie für die Leinwand geschaffen. Mit achtsamem
Blick nähert sich die oberösterreichische Künstlerin Christa Mayrhofer jetzt der Gelassenheit
dieser Tiere.
Lanzelot, Hael oder Wolke sind die Titel, die Christa Mayrhofer ihren großformatigen Bildern
gibt. Ihre Bewegungsstudien zeugen von in Öl gebannten Begegnungen mit Mühlviertler Fleckvieh
und Hochlandrindern, friedlichen Stieren auf Sommerweiden und forschen Kühen in warmen
Ställen. Dort, wo Mayrhofer den Tieren begegnet, entsteht eine explosive Farbigkeit. Welche
Farbe hat die Streu? Wie verändert sich der Glanz im Fell der Tiere? Der Atem und die Blicke,
der Geruch und die Geräusche setzen den künstlerischen Prozess in Gang. Für Mayrhofer gilt
nicht das Bild ist die Kunst, sondern der Verlauf, in dem es entsteht.
Poem des Mitgefühls
Ihre Strahlkraft schöpfen die Arbeiten aus der Gelassenheit der Tiere: "Die Kuh ist ein
Poem des Mitgefühls", sagte Gandhi. Die Gelassenheit und Güte der Kuh als Gegenpol zur
Kurzlebigkeit und ihrem Status als "Ernährerin" thematisiert Mayrhofer im
Spannungsfeld zwischen dynamischer Momentaufnahme und spiritueller Bodenständigkeit, in dem
ihre Bilder sich mitteilen
Achten und beobachten
In der Rolle der Beobachterin entdeckt Mayrhofer die Würde der "vache sacrée", der
Heiligen Kuh neu. Diese Würde zu achten bedingt auch die Achtung ihrer Körperlichkeit. Nur
lebensgroß wird man diesen Tieren und ihrer Antwort auf ewige Fragen gerecht. "Wo nach dem
Tod ihre Herzen sind, das weiß ich nicht", sagt Mayrhofer: "Aber ich möchte ihnen
eine Seele geben."
Ausstellungen in Wien und Graz
Nach einer erfolgreichen Schau in Zürich sind die Kuh-Werke Mayrhofers jetzt erstmals in
Österreich zu sehen: Die Grazer Galerie Schafschetzy eröffnet unter dem Titel "warm ums
Herz" mit einer Vernissage am 14. Februar.
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